Vertikale Gärten

VERTIKALER GARTEN / GRÜNE WAND

 

Lebende Bilder und grüne Lunge für Stadt und Innenraum

Brauchen Pflanzen wirklich Erde? Nein, eben nicht ….. die Erde ist nicht viel mehr als eine mechanische Stütze. Nur Wasser und die vielen in ihm gelösten Mineralien sind zusammen mit Licht und Kohlendioxid für Pflanzen unerlässlich, um Photosynthese zu betreiben” (Patrick Blanc).

SCHÖNHEIT

Der spektakuläre optische Effekt ist wohl das Hauptargument zur Anschaffung eines Vertikalen Gartens, denn er kann ein wahres Kunstwerk sein. Dazu bedarf es allerdings nicht nur künstlerischer Begabung sondern auch einer profunden Pflanzenkenntnis, denn die Voraussetzung für Schönheit ist eine gesunde Entwicklung. Die Pflanzenauswahl muss  den jeweiligen Gegebenheiten genau angepasst sein.  Ausrichtung und geografische Lage spielen ebenso eine Rolle wie Kleinklima, Winde und verfügbares Wasser.  Die gekonnte Kombination unterschiedlicher Blattstrukturen und Farben, die Schaffung dreidimensionaler Effekte durch niedrige Pflanzenteppiche neben raumbildenden Pflanzen, machen den gestalterischen Unterschied.

 

VERBESSERUNG DES RAUMKLIMAS UND DER LUFTQUALITÄT

Ein vertikaler Garten ist ein wirkungsvoller Luftfilter. In den 70er Jahren erforschte die NASA die Möglichkeit, die Luft in Raumschiffen durch Pflanzen zu verbessern.

Giftige Gase, produziert von Industrie und Verkehr, im Innenraum durch elektrische Geräte und Ausdünstungen von Kunststoffen, werden von den Pflanzen eliminiert. Bestimmte Arten sind besonders effizient. Spatiphyllum und Farne reduzieren z.B. besonders Formaldehyd , Dracaena Arten Kohlenmonoxid und Trichloretilene.

Alle Pflanzen assimilieren das von uns produzierte CO2 und produzieren frischen Sauerstoff.

Feinstaubpartikel lagern sich auf dem feuchten Vlies ab, werden von Microorganismen mineralisiert und stehen somit den Pflanzenwurzeln als Dünger zur Verfügung.  Tabakrauch, Elektrosmog und trockene Heizungsluft werden wirkungsvoll bekämpft.

Das frische Grün lebender Pflanzen beruhigt darüber hinaus die Seele, erhöht die Motivation und das Harmonieempfinden.

THERMISCHE ISOLIERUNG

Die drei Elemente der Grünen Mauer ( Pflanzendecke, eigentliche Konstruktion aus Vlies und Trägerplatte, sowie Luftkammer zwischen ihr und der Mauer ) sorgen für eine sehr effiziente Isolierung.

Im Winter schützt  sie das Gebäude wie ein Pelzmantel vor der Kälte, im Sommer stellt sie ein natürliches Kühlsystem dar. Die Sonnenstrahlen treffen nicht mehr  auf die Wand sondern werden von den Pflanzen assimiliert  beziehungsweise reflektiert. Die erwärmte Luft kann zwischen der Gebäudewand und Garten-Rückseite nach oben entweichen und verringert die Temperatur dahinter um bis zu 15 Grad. Somit wird der Energieverbrauch  der Gebäudeklimatisierung drastisch gesenkt. Die Verdunstung durch die Pflanzendecke kühlt die Umgebung ab und verbessert damit die Lebensqualität in der Stadt.

LÄRMSCHUTZ

Ein Teil des Schalls wird von dem vertikalen Garten adsorbiert, ein anderer Teil von der grossen, unregelmässigen Blattoberfläche diffus reflektiert und teilweise aufgehoben. Hintert der grünen Wand ist der Lärmpegel um bis zu 40dB reduziert. Somit ist sie ein idealer Raumteiler in Restaurants und Grossraumbüros und schützt Innenräume vor Strassenlärm.

BIODIVERSITÄT

Vertikale Gärten an Aussenfassaden

Zusammen mit Dachgärten bilden Vertikale Gärten Teil des Konzepts der “Grünen Stadt”. Normalerweise versiegelte Oberflächen, die den “Hitze-Insel-Effekt” verursachen, werden dabei der Natur zurück gegeben.Sie bieten neuen Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten, die in unseren Städten durch Verlust ihres natürlichen Biotops verschwunden sind.

BAUWEISEN

Das Original: Le mur vegetale

Der Französische Botaniker Patrick Blanc ist der Pionier der vertikalen Gärten und hat beeindruckende Projekte auf der ganzen Welt realisiert.

Seine zentrale Erkenntnis war die Fähigkeit der Pflanzenwurzeln, nicht nur in einem Volumen ( von Erde, Sand oder Wasser ) zu wurzeln, sondern auch auf Oberflächen.

Patrick Blanc entwickelte ein sehr leichtes und pures System: die Pflanzen wurzeln auf einem Filz. Dieser wird einer wasserdichten Platte fixiert, die wiederum auf einem Trägersystem am Gebäude befestigt wird. Zwischen der grünen Wand und der Gebäudemauer entsteht ein Luftraum wodurch die Wurzeln nicht mit der Wand in Berührung kommen und keine Schäden am Mauerwerk verursachen können.

Die gesamte Konstruktion, einschließlich der Pflanzen, wiegt weniger als 30kg/m2 und ist deshalb auf fast jeder Art von Wand umsetzbar.

Die Pflanzenauswahl erfolgt gemäß der klimatischen Bedingungen und der Exposition. Die Bewässerung und Düngung sind automatisiert.

Trotz der Genialität dieses Konzeptes haben wir im verwendeten Vlies einen Schwachpunkt erkannt:

  1. Die Wasser-Rückhaltefähigkeit ist limitiert. Bei einem Ausfall der Bewässerung kommt es recht schnell zu Wassermangel und einem möglichen Ausfall besonders empfindlicher Arten. Zur Sicherheit wird die Bewässerung intensiviert und es kommt zu unnötigem Wasserverlust ( offenes Bewässerungssystem ) bzw. Stromverbrauch der Pumpe
  2. Das Verhältnis zwischen Wasser- und Sauerstoffversorgung ist für  ein gesundes Wurzelwachstum nicht ideal, worunter diverse Arten leiden
  3. an den Schnittstellen der Pflanzentaschen neigt das Vlies zur Tropfenbildung mit der Folge von Wasserverlust

Alternative Entwicklungen

Inzwischen gibt es auf dem Markt viele alternative Modelle von vertikalen Gärten. Die einfachsten sind letzlich Trägersysteme für Pflanzgefässe bzw. Pflanznischen in Reih und Glied, in denen die unterschiedlichsten Substrate verwendet werden. Im günstigsten Fall haben sie eine deutlich höhere Wasserreserve bei guter Sauerstoffbersorgung und können sogar mit vorgeklärtem Brauchwasser betrieben werden. Die besten dieser Systeme sind bei speziellen Anwendungen durchaus interessant, besonders wenn es weniger um Schönheit geht sondern um ökologische Gebäudebegrünungen mit hohen Sicherheitsreserven und Abwasserrecycling.

Die meisten dieser Konzepte entfernen sie sich aber von der ursprünglichen Idee, werden schwer und  verlieren einen grossen Teil des Reizes.

NATURALEZAYARTE VERTICAL

Uns phasziniert der Urgedanke und die Vorteile einer leichten Konstruktion mit uneingeschränkten Gestaltungsmöglichkeiten. Aber unser Ziel war die weitere Verbesserung. Das Resultat jahrelanger Test sind unsere Module NATURALEYA Y ARTE VERTICAL mit mehrschichtigem Aufbau.

  1. Leichte, wasserdichte Trägerplatte
  2. Saugvlies mit sehr hoher Wasserspeicherkapazität
  3. Vydro, ein speziell für Hydroponie entwickelter Schaum für optimale Wasser/Sauerstoff-Versorgung der Wurzeln
  4. Hochstabiles, UV-geschütztes, tropfhemmendes Vlies. Trotz seine Stabilität und Dichte kann es von Haarwurzeln polsterbildender Pflanzen durchdrungen werden und bietet beste Voraussetzungen für flächigen Bewuchs. Seine moosgrüne Farbe macht Lücken in der Pflanzendecke fast unsichtbar.
  5. Montage auf einem Tragegerüst aus handelsüblichen Rohren zur Erstellung einer Luftkammer zur Gebäudewand

Die Basismodule haben die Masse von 100 x 100 cm zur leichten Montage. Randmodule und Module für Fensteraussparungen werden massgefertigt.